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Eine Klinik der Deutschen Rentenversicherung Rheinland

Diagnostik

Diagnostik vor Beginn der stationären Rehabilitation

In der Regel sollte bereits vor Einleitung Ihrer Rehabilitation in der Eifelklinik die krankheitsbezogene Diagnostik einschließlich vorliegender Begleiterkrankungen abgeschlossen sein. Die Erhebung Ihrer Krankengeschichte, eine umfassende klinische Untersuchung inklusive psychopathologischer Befunderhebung und gegebenenfalls psychologischer Zusatzdiagnostik sowie eine erste sozialmedizinische Einschätzung sollten bereits durch Ihren behandelnden Arzt am Heimatort erfolgt sein. Wünschenswert ist zudem eine diagnostische Einordnung in Anlehnung an rehabilitationsspezifische Klassifikationssysteme ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit).

 

Diagnostik während der Rehabilitation

In der ersten Woche der Rehabilitation führen wir bei jedem Rehabilitanden weitere umfangreiche Diagnostik durch. In der ärztlichen Aufnahmeuntersuchung beziehungsweise im psychotherapeutischen Erstinterview erfragen wir Ihre medizinische, biografische, soziale und berufliche Vorgeschichte. Es erfolgen eine allgemeinärztliche und neurologische Untersuchung sowie eine psychopathologische Befunderhebung. Wir beziehen Ihre mitgebrachten beziehungsweise im Vorfeld an uns weitergeleiteten Vorbefunde hier sorgfältig mit ein. Weitere diagnostische Maßnahmen sind Laboruntersuchungen, ein Ruhe-EKG sowie eine psychologische Basis-Testuntersuchung.

 

Ziele unserer Diagnostik sind die Überprüfung der Einweisungsdiagnose (nach der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD)), die Feststellung Ihrer Funktions- und Fähigkeitsstörungen (in Bezug auf die Kontextfaktoren im Sinne der ICF) und die Festlegung der Rehabilitationsdiagnose. Besonderen Wert legen wir im Rahmen der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation auf spezielle beruflichen Probleme. Hierzu dient uns eine klinikinterne Checkliste, die auf der Basis bewährter Fragebögen erstellt wurde.

 

Im weiteren Verlauf Ihrer Rehabilitation werden dann offene diagnostische Fragen gegebenenfalls geklärt.

 

Psychologische Basistestung zu Beginn und Ende der Rehabilitation

Zu Beginn und am Ende der stationären Rehabilitation nehmen wir einen psychologischen Basistest vor. Dabei verwenden wir die Beschwerdeliste (B-LR), die Hospital Anxiety and Depression Scale – Deutsche Version (HADS-D) sowie einen Anamnesebogen zur beruflichen Selbsteinschätzung mit einer visuellen Analogskala von 0 bis 10. Bei Patienten mit besonderen beruflichen Problemlagen, deren Behandlung in eine MBOR-Rehabilitation umgewandelt wurde, wird eine weitere spezielle Diagnostik (Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster (AVEM)) durchgeführt und ausgewertet.

 

Weitergehende medizinische Diagnostik

Innerhalb der Klinik führen ein Facharzt für Allgemeinmedizin und ein Facharzt für Innere Medizin neben der Basisdiagnostik im Bedarfsfall Ultraschalluntersuchungen, Lungenfunktionsuntersuchungen sowie Doppler-Untersuchungen und ein Belastungs-EKG bei Ihnen durch. Wenn erforderlich, können weitergehende Fragen der medizinischen Diagnostik im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit externen Einrichtungen konsiliarisch mit regionalen Partnern geklärt werden. So stellen wir die rasche Durchführung weiterer Diagnostik bedarfsgerecht sicher.

 

Testpsychologische Diagnostik

Bei den Aufnahmevisiten und Verlaufsvisiten, den interdisziplinären Teambesprechungen, den ärztlichen Sprechstundenkontakten und der Psychotherapie besprechen wir mit Ihnen die Durchführung weiterer Tests. Diese werden dann von Psychologen oder einer Psychologisch-Technischen Assistentin durchgeführt. Ihr Psychotherapeut beurteilt die Ergebnisse dann zusammenfassend und bespricht sie ausführlich mit Ihnen. Natürlich werden sie dann in die weitere Rehabilitationsplanung einbezogen.

 

Sozialtherapeutische Diagnostik

Wird im Rahmen der Basisdiagnostik festgestellt, dass auch Probleme im beruflichen und sozialen Umfeld bestehen, so erhalten unsere Rehabilitanden einen Termin bei der Sozialberatung. Dort erfolgt eine intensive sozialtherapeutische Anamnese. Wenn es sinnvoll erscheint, wird dort auch Kontakt mit Personen aus dem sozialen Umfeld aufgenommen, etwa der Familie, Behörden oder der Betreuung. Ein besonderes Augenmerk legen wir hierbei auf die berufliche Situation. Schon frühzeitig nehmen wir zur Einschätzung der körperlichen und seelischen Belastungen am Arbeitsplatz Kontakt zum Arbeitgeber oder dem Betriebsärztlichen Dienst auf.

 

Auf der Basis der oben genannten Fremdeinschätzungen, Ihrer Selbsteinschätzung und der medizinisch-psychologisch-sozialtherapeutischen Diagnostik erfolgen die gesamte weitere Planung der stationären Rehabilitation sowie die Planung der Nachsorge.